Wahid Rahim, Chef der Crowdsourcing-Plattform RankSider.de, nennt die 6 wichtigsten Punkte, um mit Crowdsourcing Erfolg zu haben.


6 wichtigsten Punkte, um mit Crowdsourcing Erfolg zu haben

Gastartikel von Wahid Rahim:

1. Wo liegen die Unterschiede/Vorzüge von Crowdsourcing Plattformen zum konventionellen Outsourcing?
Das konventionelle Outsourcing beschreibt die Auslagerung von Aufgaben und Prozessen an Drittunternehmen. Vereinfacht gesagt: Einzelne Aufgaben werden von einem externen Produzenten oder einem externen Dienstleister erbracht. Der Begriff Crowdsourcing wurde erstmals im Jahre 2006 vom Autor des Wired Magazin „Jeff Howe“ genutzt. Von Crowdsourcing spricht man, wenn einzelne Aufgaben an eine Masse von Nutzern ausgelagert werden.  Aufgaben werden in den meisten Fällen in einer Art Wettbewerb erledigt. Das hat den Vorteil, dass eine Gruppe von Experten in der Regel bessere Ergebnisse erzielen als ein einzelner Experte. Das Internet ermöglicht uns zusätzlich theoretisch auf eine weltweite Community zuzugreifen. Daher ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass selbst für eine sehr spezifische Aufgabe eine Community mit dem entsprechenden Know-How gefunden wird.

Trotzdem ist Crowdsourcing kein Allheilmittel und nicht mit Outsourcing austauschbar. Für viele Aufgaben und Probleme wie z.B. bei der Software-Entwicklung eignet sich das Outsourcing wesentlich besser.

2. Was ist wichtig, damit ein Crowdsourcing-Projekt erfolgreich wird?
Damit ein Crowdsourcing-Projekt erfolgreich wird, muss man einige Punkte beachten.

Nachfolgend kurz die wichtigsten Punkte, die man beachten muss:

1) Klare Zieldefinition: Was soll mit dem Projekt erreicht werden, welches Problem soll gelöst werden. Jeder muss sein Ziel für sich selbst und für die Community klar definieren.

2) Die richtige Crowd-Community auswählen: Abhängig von seinen eigenen Zielen, sollte man die richtige Community bzw. die richtige Plattform für sein Projekt auswählen. Nur so lässt sich ein bestmögliches Ergebnis erzielen.

3) Respekt vor der Community: Damit ein Projekt erfolgreich wird, sollte man die Community als Partner betrachten und auch so behandeln. Machen Sie der Community klar, dass deren Input für Sie und für Ihr Unternehmen enorm wichtig ist. Definieren Sie faire Rahmenbedingungen und motivieren Sie die Community.

4) Verbreiten Sie Ihre Kampagnen: Nutzen Sie Ihre sozialen Kontakte um Ihre Kampagne zu verbreiten. Dadurch gewinnen Sie mehr Teilnehmer und zeigen auch, dass Sie voll und ganz hinter Ihrer Crowdsourcing-Kampagne stehen.

5) Klären Sie die Rechtslage: Klären im Voraus, dass bei einer Kampagne die Rechte dritter nicht verletzt werden und dass Sie erforderliche Rechte am geistigen Eigentum übertragen bekommen.

3. Inwieweit kann Crowdsourcing zur Stärkung einer Marke beitragen?
Eine erfolgreiche Crowdsourcing-Kampagne ist auch ein Dialog mit der Zielgruppe und mit den Kunden. Diese fühlen sich ernst genommen – hierdurch steigt die Bindung zur Marke. Eine erfolgreiche Kampagne führt in vielen Fällen auch zu besseren und auch zu neuen Produkten. Der Drogeriemarkt „dm“ hat z.B. ein Duschgel mit Hilfe des Kunden entwerfen lassen und Ritter Sport ließ seine Konsumenten ihre Lieblingsschokolade auswählen.
Dazu kommt noch, dass erfolgreiche Kampagnen in vielen Fachartikeln und Interviews als beispielhafte Herangehensweise erwähnt werden. Auch ein essentieller Punkt, der letztlich zur Stärkung der Marke beiträgt.

4. Worauf Unternehmen bei Ihren Kampagnen besonders achten sollten
Es beginnt mit einem aussagekräftigen Titel, einem Eye-Catcher. Dieser wird von den Usern als erstes gelesen. Eine aussagekräftige Projektbeschreibung ist ebenfalls unerlässlich, um potentiellen Auftragnehmern die Einschätzung der Kampagne direkt kenntlich zu machen. Auftragnehmer sollten sofort erkennen können, ob die Kampagne zu ihrer Kompetenz und ihrem Leistungsprofil (z.B. Themenbereich oder Branche) passt.

Sicherlich muss man jede Ausgabe kritisch hinterfragen. Beim Budget für eine Kampagne sollte man aber nicht geizen. Als Beispiel führe ich unsere Plattform RankSider auf. Ein höheres Budget bedeutet nicht nur, dass Sie mehr Teilnehmer engagieren können, sondern auch, dass sich Betreiber attraktiver Webseiten, Blogs und Social-Media-Angebote bewerben. Je höher Ihr eingesetztes Budget ist, desto mehr Angebote mit vielen Visits und hohem Pagerank werden Sie erhalten.

5. Gibt es Risiken und wenn ja, welche?
Risiken lassen sich grundsätzlich nie voll ausschließen. Einem Unternehmen, das gerade durch eine Maßnahme die Webszene gegen sich aufgebracht hat, würde ich eher von einer Kampagne auf RankSider und anderen Portalen abraten. Kontroverse Themen, z.B.  Glücksspiele, eignen sich ebenfalls nicht besonders gut. An sich aber ist das Risiko für Unternehmen eher gering einzuschätzen. Dass Crowdsourcing im Allgemeinen immer ein minimales Risiko birgt, belegen bereits bekannte Fälle, bei denen eine Crowdsourcing-Kampagne nicht optimal funktioniert hat. Ein gutes Beispiel ist das Unternehmen Henkel.

Unter dem Slogan „Mein Pril-mein Stil“ waren Internetnutzer aufgerufen, ein neues Design für die Pril-Flasche zu entwerfen. Die ausgewählten Teilnehmer reichten jedoch Entwürfe ein, die bei dem Projektleiter der Kampagne keinen Anklang fanden. Daraufhin wurden die Entwürfe zensiert.

6. Der Mehrwert für die sog. „Crowdworker“ (Internetnutzer) beim Crowdsourcing-Prinzip
Crowdworker haben einen sehr hohen Mehrwert, denn ohne die Crowdworker wäre Crowdsourcing gar nicht möglich. Ein oft unterschätzter Vorteil von Crowdsourcing ist, dass man hierdurch die Betriebsblindheit vermeidet. Crowdworker bringen externe Sicht- und Denkweisen in ein Unternehmen mit. Crowdworker gehören außerdem in vielen Fällen auch zu den potentiellen Kunden und der Zielgruppe. Für Unternehmen ist dies auch als eine kostengünstige Form der Marktforschung zu sehen, denn Crowdworker geben Auskunft über Wünsche und Bedürfnisse potentieller Kunden.

Über RankSider
RankSider ist eine Crowdsourcing-Plattform für SEO & Social Media Marketing. Die Plattform hilft Unternehmen dabei, ihre Produkte und Brands ins Gespräch zu bringen und gleichzeitig das Ranking für ihre Produkte und die Marke selbst in den Suchmaschinen zu verbessern. Werbetreibende (Advertiser) registrieren sich auf dem Self-Service-Marktplatz und starten nach der Account-Verifizierung einen Aufruf für ihre Kampagnen und legen ein Budget für diese fest. Potentielle „Meinungsmacher“ werden durch RankSider über aktuelle Kampagnen-Aufrufe informiert und können dann für diese Gebote abgeben. Die Advertiser wählen dann das passende Gebot und vergeben den Auftrag.

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